Vortrag: “Mit Hip-hop und Hitler”

Am Abend des 17. Juli fand fand im Großen Saal des Gewerkschaftshaus Ulm ein Vortrag des Journalisten Robert Andreasch mit dem Titel „Mit Hip-hop und Hitler“ statt. Veranstalter war das „Bündnis gegen Rechts Ulm“. Da man mit Störungen seitens der Nazis rechnete, musste die Veranstaltung durch Ordner geschützt werden. Wie bereits erwartet, tauchten auch mehrere als alternative Jugendliche gestylte „autonome“ Nationalisten aus dem Raum Langenau auf, um sich über die Besucher zu „informieren“. Man wollte sie zur Rede stellen, sie zogen es jedoch vor die Flucht zu ergreifen.

“Autonome” Nationalisten auf der Flucht

Kurz vor Veranstaltungsbeginn wollte der jahrelang im Umfeld der JN - Heidenheim aktive Andreas Kolb, der nun nach eigenen Angaben in Giengen wohnt, das man ihm den Zutritt zum Vortrag gewähre. Als Begründung gab er an, das er „frei“ sei und keinerlei „Erkennungsmerkmale“ der rechten Szene trüge. Ausserdem sei er „schon längst aus der rechten Szene ausgestiegen“. Kolb verschwieg jedoch, dass er mit Lars Gold, der seit Jahren als JN-Landesvorstand aktiv ist, zusammen wohnt. Ihm wurde der Einlass verwehrt.

Als der Vortrag im vollbesetzten großen Saal des DGB-Hauses begonnen hatte, zog eine ca. 15-köpfige Gruppe laut schreiend in der Nähe des Gewerkschaftshauses vorbei. Sie formierten sich in der Nähe der Gedenkstelle an der ehemals die Ulmer Synagoge stand und grölten Parolen, die jedoch niemand verstehen konnte.

Zwei Personen dieser Gruppe taten sich besonders hervor. Einer von ihnen streckte den rechten Arm voll und zackig durch und zeigte so den in diesem Staat verbotenen „Hitlergruß“.

Hitlergruß

Die Gruppe zog dann in Richtung „Fischerviertel“ weiter und hielt vor der „Zill“ dessen Inhaber auch das in der hiesigen rechten Szene beliebte „Capos Größenwahn“ sein eigen nennt. Hier wurde die Gruppe von drei Polizei-PKWs gestellt, zur Ruhe gemahnt und vereinzelt die Personalien festgestellt.
Die zwei vorher erwähnten Personen entzogen sich jedoch, wie ein Bild im nachinein zeigte, geschickt der Polizeikontrolle indem sie sich etwas abseits der Gruppe um eine Ecke „versteckten“.

Polizeikontrolle

Kurz darauf wurde der Fotograf, der von weiter weg das Geschehen vor der Kneipe fotografiert hatte, von einem Polizisten zu den Vorkommnissen befragt und seine Personalien „zwecks eventuelle Zeugenaussagen“ aufgenommen.

Er äusserte sich uns gegenüber, dass er beim Fotografieren selbst so beschäftigt war, dass er - so auch gegenüber der Polizei - selbst nicht bestätigen konnte, was ihm andere Zuschauer berichtet hatten. Nämlich, das mindestens eine Person aus der Gruppe laut „Heil Hitler“ gerufen habe. Der Fotograf der im Nachhinein seine Aufnahmen anschaute, sah nun „die Aussagen der Passanten in einem völlig anderen Zusammenhang.“.

Wie nun bekannt wurde (u.a die Südwestpresse berichtete in ihrer Online-Samstagsausgabe vom 12.07.2008 darüber) kam es in Nersingen (ungefähr 15 km von Ulm entfernt) in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli zu einem schweren Übergriff durch Mitglieder der “Kameradschaft Neu-Ulm” auf feiernde linke Jugendliche. Nachdem die Nazis einen Teilnehmer der Party, aufgrund seiner Hautfarbe, als “Judenbüble” und “Nigger” angepöbelt hatten kam es zu einer Auseinandersetzung bei der ein Nazi eine Gaspistole zog und einem der Jugendlichen ins Gesicht schoss. Die Polizei die kurze Zeit später auftauchte verteilte Platzverweise und nahm die Personalien aller Beteiligten auf.
Noch am selben Abend wurden dieselbe Gruppe Jugendliche erneut gezielt angegriffen. Wieder von Nazis, welche nun offenbar Verstärkung geholt hatten. Bewaffnet mit Bierflaschen, Holzlatten und Schlagstöcken griffen sie die zahlenmäßig unterlegenen Jugendlichen an und verletzten 2 Personen so schwer, das sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Im Nachhinein sprechen einige der Jugendlichen von einer regelrechten Hetzjagd.
Inzwischen ermittelt zwar die Neu-Ulmer Kripo, die Polizei versucht das ganze jedoch –mal wieder- als unpolitisch abzutun und spricht von zwei feiernden Gruppen die sich wohl irgendwie in die Haare bekommen haben müssen.

Nach dem es nun in den letzten 2 Jahren in der Region Ulm/Neu-Ulm zu etlichen zum Teil schweren Übergriffen durch Nazis gekommen ist, kann man ein Naziproblem wohl nicht mehr von der Hand weisen. Die Nazis treten immer offensiver auf, tragen immer öfter offen ihre Gesinnung zur Schau (z.B durch T-Shirts mit Aufdrucken die von “Sturm 88″ bis hin zu “Anti-Antifa” reichen) und versuchen zum Teil auch durch die Vermischung mit anderen Szenen und Subkulturen immer mehr als “normal” im Ulmer Tag-und Nachtleben zu gelten. Dies gilt vor allem für Teile der Ulmer Gothic- und Stadionszene.
Doch auch viele „Autonome Nationalisten“ aus der Gegend Ulm, bis hin nach Laupheim und Aalen treiben sich vermehrt in der Stadt herum und geben sich alternativ.

Wir begrüßen, dass sich auch das 2007 gegründete „Bündnis gegen Rechts“ gegen die faschistische Tendenzen und Umtriebe stellt. So findet am Donnerstag den 17.7.2008 um 19:00 Uhr im Haus der Gewerkschaften in Ulm ein sehr interessanter Vortrag des Sozialwissenschaftlers und Journalisten Robert Andreasch zum Thema: „Neonazis in Süddeutschland“ statt.

In diesem Sinne:
KEIN FUßBREIT DEN FASCHISTEN !

Black is beautiful!

und deshalb sei hiermit JedeR Autonome, AntifaschtisIn, LinkeR und normaleR BürgerIn dazu aufgerufen, am 31.05 in München gegen das neue bayrische Versammlungsgesetz auf die Straße zu gehen!

Los gehts im 14 Uhr am -Geschwister Scholl Platz- in München!
Mehr Infos zum Thema gibts auf Versammlung.blogsport.de und Demorecht, der Seite des Arbeitskreises -Versammlungsfreiheit- einem bayernweiter Zusammenschluss aus BürgerInnen, AktivistInnen und Organisationen, der für die in der Verfassung garantierte Versammlungsfreiheit eintritt.

8.Mai - Tag der Befreiung

Kameraden!

Wir Buchenwalder Antifaschisten sind heute angetreten zu Ehren der in Buchenwald und seinen Aussenkommandos von der Nazibestie und ihrer Helfershelfer ermordeten 51 000 Gefangenen!

51 000 erschossen, gehenkt, zertrampelt, erschlagen, erstickt, ersäuft, verhungert, vergiftet - abgespritzt -

51 000 Väter, Brüder - Söhne starben einen qualvollen Tod, weil sie Kämpfer gegen das faschistische Mordregime waren.

51 000 Mütter und Frauen und hunderttausende Kinder klagen an!

Wir Lebend gebliebenen, wir Zeugen der nazistischen Bestialitäten sahen in ohnmächtiger Wut unsere Kameraden fallen.

Wenn uns eines am Leben hielt, dann war es der Gedanke:

Es kommt der Tag der Rache!

Heute sind wir frei!

Wir danken den verbündeten Armeen der Amerikaner, Engländer, Sowjets und allen Freiheitsarmeen, die uns und der gesamten Welt Frieden und das Leben erkämpfen.

Wir gedenken an dieser Stelle des grossen Freundes der Antifaschisten aller Länder, eines Organisatoren und Initiatoren des Kampfes um eine neue demokratische, friedliche Welt.

F. D. R o o s e v e l t .

Ehre seinem Andenken!

Wir Buchenwalder,

Russen, Franzosen, Polen, Tschechen, Slovaken und Deutsche, Spanier, Italiener und Österreicher, Belgier und Holländer, Engländer, Luxemburger, Rumänen, Jugoslaven und Ungarn

kämpften gemeinsam gegen die SS, gegen die nazistischen Verbrecher, für unsere eigene Befreiung.

Uns beseelte eine Idee: Unsere Sache ist gerecht - Der Sieg muss unser sein!

Wir führten in vielen Sprachen den gleichen, harten, erbarmungslosen, opferreichen Kampf und dieser Kampf ist noch nicht zu Ende.
Noch wehen Hitlerfahnen!
Noch leben die Mörder unserer Kameraden!
Noch laufen unsere sadistischen Peiniger frei herum!
Wir schwören deshalb vor aller Welt auf diesem Appellplatz, an dieser Stätte des faschistischen Grauens:

Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!

Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung.
Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.
Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig.

Zum Zeichen Eurer Bereitschaft für diesen Kampf erhebt die Hand zum Schwur und sprecht mir nach:

WIR SCHWÖREN!

“Anklage gegen rechte Schläger erhoben”

17.4.2008:
Langenau/Ulm Die Staatsanwaltschaft Ulm hat gegen zwei junge Männer Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung durch mehrere Beteiligte erhoben. Laut Staatsanwalt waren die beiden bei dem Überfall von Rechtsradikalen auf ein Lokal in Langenau beteiligt. Wie berichtet, hatte im Januar 2007 ein Vermummter mit “Heil Hitler”-Rufen Gäste der Kneipe auf die Straße gelockt. In einer Gasse warteten weitere vermummte Rechte. Die Kneipengäste konnten sich zwar in Sicherheit bringen, doch gerieten Unbeteiligte in das Handgemenge, in dessen Verlauf ein Mann eine Platzwunde erlitt. Die Polizei konnte drei junge Männer ermitteln, die bei den rechten Schlägern dabei waren.

Laut Michael Bischofberger, Sprecher der Staatsanwaltschaft, wurde gegen einen das Verfahren eingestellt - mangels Beweisen. Gegen die beiden anderen, einer aus dem Alb-Donau-Kreis, der andere aus dem Kreis Biberach, wurde nun beim Amtsgericht Ulm Klage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Da nicht nachzuweisen ist, wer “Heil Hitler” gerufen hat, sei eine Anklage wegen Volksverhetzung nicht möglich. Laut Bischofberger wird der politische Hintergrund der Tat in der Verhandlung aber sicher eine Rolle spielen und sich auch auf das Strafmaß auswirken.

Quelle: Südwestpresse Ulm

News: Wölfe im Schafspelz

woelfeimschafspelz

“Schwarze müssen draußen bleiben”

Rassismus in Ulmer Discos

Ulm – Idyllische Studentenstadt, Gesündeste Stadt Deutschlands, Stadt mit dem höchsten sakralen Gebäude, Einsteins Geburtsstadt…. Lang ist die Liste der Titel mit denen sich die Stadt Ulm versucht, zu weil unverschämt dreist, zu schmücken.
Wenn man nicht aus Ulm kommt könnte man fast meinen hier sei alles bunt, friedlich und weltoffen. Doch wenn man nur ein bisschen an der Fassade kratzt, fängt es schon an zu bröckeln und man bekommt den Eindruck das hier wohl doch nicht alle so tolerant sind wie es den Anschein hat.

Denn mit dem Artikel „Schwarze müssen draußen bleiben“, den die Südwestpresse Ulm am vergangenen Dienstag (16. April) im Zuge eines Praxistestes zum Thema Diskriminierung in Ulmer Discos veröffentlichte, zeigt sich eindeutig das die Methoden mit denen Besucher an den diversen Disco-Türen aus selektiert werden als rassistisch einzustufen sind.
Natürlich kann man nicht allen Etablissement des Ulmer Nachtlebens Rassismus vorwerfen aber die beschriebenen Vorfälle in den 3 Clubs (Mahatma. Mayers, Citrus) zeigen doch recht eindeutige Tendenzen auf.
Und laut Robert Schwalb, dem Inhaber des Citrus, hält man sich Probleme am besten vom Hals indem man den Großteil der Ausländer einfach draußen lässt. „Lässt man alle rein, dann hat man nur noch Penner und Ausländer, und das finden die Mädels auch nicht so toll.“

Rainer Türke von den Ulmer Bürgerdiensten sieht zwar Handlungsbedarf, meinte jedoch, dass man keine rechtliche Handhabe gegen die Clubs habe, so lange Türsteher oder Betreiber nicht offen mit der Hautfarbe der Abgewiesenen Person argumentierten würden.

Den vollstänigen SWP-Artikel kann man hier lesen…

Doch nicht nur in Ulm sind rassistische Einlassmethoden gang und gebe. In Freiburg schaffte es ein Club (Musikarena A5) sogar vor der Eröffnung (18. April) durch sehr befremdliche Einlasskriterien negativ aufzufallen. So stand dort unter dem Punkt Nationalitäten geschrieben:

„Die Musikarena A5 ist keineswegs ausländerfeindlich. Da es aber in der Vergangenheit- bei dem früheren Betreiber - des Öfteren Auseinandersetzungen mit Ausländern gegeben haben soll, wird am Abend nur einem gewissen Prozentsatz an Ausländern der Einlass gewährt.“ ….
„Um als Ausländer ohne Probleme in die Musikarena A5 Einlass zu bekommen, sollte man eine CLUB CARD beantragen. Mit dieser CLUB CARD hat man garantierten Einlass, auch wenn gerade mal ein Security-Mitarbeiter an der Tür steht, der einen Gast nicht kennt.“


Inzwischen überprüft das Amt für Öffentliche Ordnung Freiburg den Vorfall, um festzustellen ob es sich um einen Verstoß gegen das Diskriminierungsgesetz handelt.

Den vollständigen fudder-Artikel dazu gibt er hier…

Wir werden rassistische Clubs in Ulm NICHT dulden.
Auch Kneipen die Nazis und andere Ewiggestrige als Kunden tolerieren und andere Personen bitten das Etablissement zu verlassen werden wohl mit Folgen rechnen müssen.

In diesem Sinne,
Wehret den Anfängen!

26.01.2008 - Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Demonstration am 26.01.08
11 Uhr in Friedrichshafen

Für Samstag, den 26. Januar, ruft das „Bündnis gegen Rechts – Bodensee, Allgäu, Oberschwaben“ die EinwohnerInnen von Friedrichshafen zu einer Demonstration im Gedenken an die Opfer und die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz auf. Mit der Demonstration soll auch ein Zeichen gegen die rechtsextremistischen Aktivitäten in Friedrichshafen und der Bodenseeregion gesetzt werden.

Auftaktkundgebung: 11 Uhr Fridolin-Endrass-Platz

Aufruf als PDF-Dokument
Plakat zum runterladen und mobilisieren.

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Der 27. Januar markiert den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahre 1945 durch die „Rote Armee“. Der Name „Auschwitz“ ist zum Symbol geworden für den Holocaust an etwa sechs Millionen europäischen Jüdinnen und Juden sowie zahlreichen weiteren Menschen (Roma & Sinti, ZwangsarbeiterInnen, Homosexuelle, politische Gefangene, Behinderte …) , die nicht in das Schema des Nationalsozialismus gepasst haben. In das Konzentrationslager Auschwitz wurden insgesamt mehr als 1,3 Millionen Menschen aus ganz Europa deportiert. Davon wurden geschätzte 1,1 Millionen Menschen ermordet, eine Million davon Jüdinnen und Juden.

1996 wurde vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog der 27. Januar zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus bestimmt.

Die NSDAP wurde 1933 durch das deutsche Kapital an die Macht gehievt, um die Märkte, die es im ersten Weltkrieg verloren hatte, zurückzuerobern. Heute gibt sich die „Neue Rechte“ gerne selbst als anti-kapitalistisch und anti-imperialistisch aus und agiert als Wolf im Schafspelz. Das Bild des Nazis mit Seitenscheitel oder Glatzkopf ist vielerortens überholt. Mit öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen und Aktionen schleicht sich die „Neue Rechte“ beispielsweise in die Tierrechtsszene ein, tut so, als würde sie sich um die Hartz IV-Opfer sorgen, als wäre sie globalisierungskritisch, als wäre sie für Meinungsfreiheit. Dem drei Säulen-Konzept der NPD („Kampf um die Straße“, „Kampf um die Köpfe“, „Kampf um die Parlamente“) wurde ein neuer Aspekt „Kampf um den organisierten Willen“ der Bevölkerung hinzugefügt.

Auch heute, 64 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz, sind Neo-Nazis aktiv. Seit dem Mauerfall wurden über 135 Menschen Opfer tödlicher rechtsextremistischer Gewalt. In Friedrichshafen wurde am 15.06.1991 der 34 Jahre alte Angolaner Agostinho vor der Diskothek „Bleibtreu“ von dem damals 19-jährigen Fascho-Skin Mario R. nach einem Streitgespräch mit drei Messerstichen in Herz und Lunge umgebracht. Zuvor war der Täter Saalordner bei einer DVU-Veranstaltung.

Seit 2005 etabliert sich in der Bodenseeregion ein rechtsextremistisches Netzwerk aus alten NPD-Anhängern, der JN (Jugendorganisation der NPD), Autonomen Nationalisten und Freien Kameradschaften. Mit einer Demonstration durch Friedrichshafen gedachten Anhänger der NPD/JN am 18.08. diesen Jahres des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess. Am 18.11. ehrten die Neo-Nazis am Volkstrauertag die Wehrmacht und die Waffen-SS mit einem Fackelaufzug an der Uferpromenade in Friedrichshafen. Im gleichen Jahr kam es zu Störungen bei Veranstaltungen der Friedrich-Ebert-Stiftung, den Grünen und der Gründungsveranstaltung des DIE LINKE-Kreisverbandes (und das ist nur ein kleiner Auszug aus den Aktivitäten).

Rassistisches, rechtsextremistisches Gedankengut und Handeln lässt sich nicht durch Ignorieren oder Wegschauen beseitigen. Dies sollte eine Lehre der Vergangenheit sein.

Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg!
Kein Fußbreit den Faschisten!

Es rufen auf: Bündnis gegen Rechts Bodensee/Allgäu/Oberschwaben

unterstützt von: Antifaschistisches Aktionsbündnis, Bodensee/Oberschwaben, DIE LINKE. Kreisverband Ravensburg, Antifa Ravensburg, Antifa Konstanz, Antifa Ulm/Neu-Ulm, Antifa Heidenheim, Antifa LindauAntifa XI-Berg (Vorarlberg), Infoladen Zündschnur Bregenz, Amnesty International Ravensburg/Weingarten, Werkstatt für Geschichte, soziale Bewegung und Praxis Ravensburg, Antifa Ellwangen, SDS-Hochschulgruppe Konstanz, MLPD Friedrichshafen, Die Linke.Kreisverband Biberach, Libertad! Süd, Ak AUA der Gruppe RAY (Augsburg), FAU Konstanz, Antifaschistisches Kollektiv Bühl (AKB), Motorradclub Kuhle Wampe Freiburg, Bunte Liste Lindau, Die Linke Lindau und Westallgäu, Die Linke Allgäu, Antifaschistische Aktion Freiburg, Antifa Engen, Club Vaudeville, Lindau

weitere Veranstaltungen:

Freitag: 25.01.2008 19.00 Uhr
Veranstaltung mit Robert Andreasch
„Rechtsextremismus in der Region – Wölfe im Schafspelz“
Ort: Jugendzentrum Molke, Meistershofenerstr. 11
88045 Friedrichshafen - Veranstalter: VVN/BdA Oberschwaben

Sonntag: 27.01.2008
17 Uhr Gedenkstunde des Parteienbündnis auf dem Fridolin-Endraß-Platz
18 Uhr Film zum Thema Euthanisie um 18 Uhr im Graf-Zeppelin-Haus

Erneuter Naziübergriff in Ulm

19.11.2007:

In der Nacht von Freitag auf Samstag gab es
erneut einen bewaffneten Übergriff durch “Autonome” Nationalisten (AN)
auf alternative Jugendliche in Ulm. Die Tat ereignete sich, als mehrere Nazis
die Jugendlichen mit Hitlergrüßen und rechten Parolen aus der Gaststätte
“Hemperium” heraus in die davor liegende Unterführung lockten.
Dort wurden sie von den Nazis mit Flaschen attackiert und mit einem Messer bedroht.
Einer der Jugendlichen wurde schwer am Kopf verwundet.
Dieser Vorfall war nicht der erste der sich im Zusammenhang mit dem
Hemperium ereignete. Immer wieder muss mensch feststellen, das
Nazis dort trinken und essen können ohne das sich jemand daran stört.
Auch dieses Mal waren die Nazis durch ihre “Anti-Antifa” T-Shirts deutlich zu erkennen.

Dieser Überfall durch “Autonome” Nationalisten war bereits der 5. in der Region Ulm 2007.

Wir werden keine weiteren Naziaktivitäten in Ulm dulden!

Endgültige Infos zum 10.10.2007 in Langenau:

Um 19:00 wird vor dem Pfleghofsaal in Langenau eine angemeldete Kundgebung
des Initiativ-Kreis 8. Mai stattfinden. Im Anschluss, wird der Referent
Robert Andreasch um ca. 20:00 im Pfleghofsaal seinen Vortrag
“Wölfe im Schafspelz – Was wollen die Neonazis?”halten.
Wir rufen dazu auf, bitte zahlreich an den Veranstaltungen teilzunehmen!

Dank des Langenauer Verwaltungsverband und der Polizei wir der Naziaufmarsch NICHT wie vorgesehen von 16:30 bis 18:30 stattfinden, sondern STATTDESSEN von 19:00 bis 21:30 Uhr. Somit werden beide Veranstaltungen gleichzeitig ablaufen.

Für alle Leute die sich den Nazis direkt in den Weg stellen wollen, hier die Route:
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Vom BAHNHOF aus wollen die Nazis auf der BAHNHOFSTRASSE ca. 500 Meter in Richtung Marktplatz marschieren. Am Gebäude der Verwaltungsverbands werden sie nach rechts in die
KUFTENSTRASSE einbiegen und dieser bis zur Kreuzung Kuften-/Wörthstraße folgen.
Auf der WÖRTHSTRASSE geht es dann wiederum nach recht in Richtung Bahngleise wo sie auf
der LENAUSTRASSE wieder zurück zum Bahnhof laufen werden.

Einen Stadtplan von Langenau gibt es hier
Auf ihrer Strecke entlang der Bahnhofstraße werden die Nazis auch an der FREISTEGSTRASSE vorbei kommen, welche direkt zum Pfleghof führt.
————————————

ACHTUNG: Sowohl auf der Kundgebung des Initiativ-Kreis als auch auf der der Nazis werden Reporter und Filmteams von Regio-TV anwesend sein. Lauft also nicht unnötigerweise durchs Bild!

Ein Naziübergriff ist einer zu viel! Wir werden nicht dulden, dass Langenau zu einem Abenteuerspielplatz für Autonome Nationalisten aus Langenau, Heidenheim, Laupheim und Ulm wird.

Schaut hin und wehret den Zuständen!
Für ein nazifreies Langenau!
Kein ruhiges Hinterland!

Wölfe im Schafspelz

Vortrag und Diskussion mit Robert Andreasch, Sozialwissenschaftler und freier Journalist
Veranstalter: Initiativ-Kreis 8. Mai in Zusammenarbeit mit der VH

Mittwoch, 10. Oktober, 20 Uhr, Pfleghofsaal Langenau, Eintritt frei

Wölfe im Schafspelz – Was wollen die Neonazis?
Neue Entwicklungen in der Rechten Szene
Wie sehen Strategien der NPD und anderer neonazistischer Gruppen für den ‚Kampf um die Parlamente und die Köpfe’ aus?
Wie treten extreme Rechte an Jugendliche heran? Welche Bedeutung hat dabei die Musik?
Was steckt hinter den Konzepten „Volksfront von rechts“, „Befreite Zonen“, „Wortergreifungsstrategie“, „Kampf um den organisierten Willen“?

Die Veranstalter behalten sich gem. § 6 VersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

Breaking News:
Wie seit kurzem bekannt wurde, hat die JN Baden-Württemberg für den Zeitraum zwischen 19:00 und 23:00 Uhr am 10. Oktober eine Demonstration vom Bahnhof zum Marktplatz und wieder zurück angemeldet. Auf dem Marktplatz wollen sie mit 2 Rednern eine Kundgebung abhalten. Dieser Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt und überschneidet sich mit dem oben genannten Vortrag.
Es ist mit Provokationen oder sogar Angriffen seitens der Nazis zu rechnen!
Kommt bitte zahlreich zum Vortrag!

Breaking News vom 2.10.2007:
Der Initiativkreis 8.Mai hat für 19:00 Uhr am 10. Oktober eine Kundgebung auf dem Marktplatz angemeldet. Bitte kommt zahlreich und zeigt den Nazis das sie nicht erwünscht sind!!!

Zeitungsartikel SWP vom 2.10.2007

Breaking News vom 6.10.2007:
SWP-Artikel vom 6.10.2007

GESELLSCHAFT / Kundgebungen am Mittwoch
Räumliche Trennung soll Gewalt verhindern

Auflagen sollen verhindern, dass am Mittwoch bei Kundgebungen in Langenau rechtsextreme Aktivisten mit linksradikalen Gruppen aneinander geraten.

HEIKE SCHNEIDER

LANGENAU Begonnen hat alles mit der Ankündigung eines Vortrags, zu dem die Ulmer Volkshochschule gemeinsam mit dem Initiativkreis 8. Mai Langenau einlädt: Robert Andreasch spricht am Mittwoch, 10. Oktober, ab 20 Uhr im Pfleghofsaal über die rechtsradikale Szene: “Wölfe im Schafspelz: Was wollen die Neonazis” hat er seinen Vortrag genannt. Mit dieser Veranstaltung wird auf die zunehmende Präsenz der Neonazis in Langenau reagiert, die inzwischen eine Atmosphäre der Angst unter den Jugendlichen hervorruft.

Und sofort kam die Reaktion der rechtsextremen Gruppierung: Die Jungen Nationaldemokraten (JN), die Jugendorganisation der NPD, meldete für Mittwoch, 10. Oktober, von 19.30 bis 23 Uhr eine Kundgebung in Langenau an.

Der Initiativkreis 8. Mai konterte daraufhin seinerseits mit der Ankündigung einer Kundgebung auf dem Langenauer Marktplatz bereits um 19 Uhr.

Die Verantwortlichen sahen zunächst keine Handhabe, einer der Gruppen das Versammlungsrecht zu verweigern, das im Grundrecht verankert ist. Über Auflagen wollte man sich noch Gedanken machen, auch über zeitliche Einschränkungen. Das ist jetzt geschehen. Wie Theodor Feil vom Verwaltungsverband Langenau gestern mitteilte, werden die beiden Veranstaltungen räumlich getrennt. “Im Einvernehmen mit den Veranstaltern wird keine der beiden Versammlungen auf dem Langenauer Marktplatz stattfinden. Die Kundgebung des Initiativkreises 8. Mai wird im Pfleghof, die Kundgebung der Jungen Nationaldemokraten im Bereich des Bahnhofs abgehalten.” So heißt es in der Presseinformation.


“Wir versuchen, das Ganze in etwas andere Bahnen zu lenken, ob es gelingt, werden wir am Mittwochabend sehen” kommentierte Theodor Nusser, Geschäftsführer des Verwaltungsverbands Langenau. Befürchtungen, es könne zu Gewalt kommen, kann er nicht leugnen. “Wenn man sieht, was da an Sicherheitsmaßnahmen allein am Bahnhof geplant ist, kriegt man Angst”, sagt Nusser. Außerdem sei die Rede, dass derzeit linksextreme Gruppen in Ulm aufgerufen würden, an der Langenauer Kundgebung teilzunehmen. Damit wäre eine zusätzliche Gefahr, durch Provokation Gewalt hervorzurufen, geschaffen.

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Kommt bitte zahlreich zur Kundgebung und zum Vortrag!

Bei der Anreise mit dem Zug:
Möglichst mit anderen gemeinsam zur Veranstaltun kommen, da mit Übergriffen seitens der Nazis zu rechnen ist.


Kein Fußbreit den Faschisten!
Kein ruhig Hinterland!
Keine Zeit für die Nation!

JN Mahnwache in Geislingen

Am Samstag, den 8. September 2007, fand in Geislingen eine von der JN angemeldeten Kundgebung unter dem Motto „Keine Toleranz für linksextreme Jugendhäuser – Gegen Drogen, Gewalt und Randale“ statt. Die Nazis hatten diese bereits am Donnerstag Abend bei der Stadtverwaltung per E-mail als Mahnwache in der Fußgängerzone angemeldet.

Obwohl die Stadt erst versuchte, den Aufmarsch der Nazis geheim zu halten, musste er dann doch von Oberbürgermeister Amann aufgrund einiger an die Öffentlichkeit durchgesickerten Informationen eingeräumt werden. In diesem Zusammenhang ließ der OB zusätzlich verlauten, dass eine Gegendemonstration in der Fußgängerzone nicht genehmigt werden würde. Damit dürfte nun wohl auch die Stadtverwaltung Geislingen zu jenen Städten in Deutschland gehören, welche Naziaktivitäten vertuschen und den antifaschistischen Widerstand im Vorfeld unterbinden wollen.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatte es immer wieder Probleme mit Nazis in Geislingen gegeben. So wurden jüngst etliche Flugblätter
sowohl in Geislingen als auch im Umland verteilt. In ihnen forderten die Nazis ganz unverhohlen die sofortige Schließung des selbstverwalteten Geislinger Jugendhauses „Maikäferhäusle“ (MKH) und behaupteten, das Zentrum wäre ein „Drogenumschlagplatz“ und ein „Treffpunkt Gewaltbereiter“. Als V.i.S.d.P. zeichnete der Landesgeschäftsführer der NPD/JN Baden-Württemberg Alexander Neidlein verantwortlich.

Ursprünglich hatten die Nazis ihre „Mahnwache“ für die Zeit zwischen 12 und 16 Uhr angekündigt und so hatten sich bereits schon um 11 Uhr rund 100 antifaschistisch eingestellte Menschen in der Fußgängerzone eingefunden, um dem braunen Treiben ihren Protest entgegen zu setzen. Bereits vor der eigentlichen Mahnwache wurden zwei Faschisten in Gewahrsam genommen, da sie in der Innenstadt mit quarzsandgefüllten Handschuhen provozierten.

Um 12:30 Uhr marschierten die nur spärlich angereisten Nazis (ca. 35) mit erheblicher Verspätung – wohl auch durch die Unpünktlichkeit einiger „Kameraden“ verursacht – geschützt von ca. 150 Polizisten Richtung Innenstadt. Schon auf den ersten 100 Metern (Bahnhofstraße ->Helfensteinstraße) wurde der braune Pulk, der sich wie so oft hauptsächlich aus Autonomen Nationalisten (AN) zusammensetzte, durch eine spontane Straßenblockade gestoppt. Nach dieser Unterbrechung marschierten die Nazis, aufgrund der Blockade umgeleitet, weiter in Richtung Fußgängerzone.


kleine Feiglinge Verkehrschaos Kessel

Als die Faschisten in Richtung Forellenbrunnen einbiegen wollten, kam es zu einer weiteren Blockade durch engagierte AntifaschistInnen, welche von der Polizei brutal angegangen und unter anderem als Weicheier beschimpft wurden. Der Einsatzleiter, der bei der Räumung vor Ort war, entschuldigte sich sogleich für das Verhalten seines Schlägertrupps.

Am Brunnen angekommen, begrüßt durch laute Pfiffe und Steinhagel, wurden sie sogleich von der Polizei in eine Ecke des Platzes zwischen Optiker und Modeboutique eingepfercht. Was die Nazis jedoch nicht wussten: Sie mussten unter einem überdimensionalen „Kein Bock auf Nazis“ Transparent stehen. Von den AntifaschistInnen wurde die „AN-Prominenz“, vor allem das JN-Umfeld aus dem Großraum Ulm, unter lauten Protestrufen persönlich über das Megaphon begrüßt. Während sich Neidlein durch aufgebrachtes Gestikulieren und Wedeln mit seinem Papiermanuskript wieder einmal der Lächerlichkeit preisgab, versuchte er seine Parolen unter sein „Volk“ zu bringen.


Nazis Kein Bock Neidlein

Aufgrund der großen Anzahl an Gegendemonstranten (ca. 250) und des Lautstärkepegels konnte die Mahnwache jedoch nicht wie von Neidlein gewünscht durchgeführt werden. Neidlein nahm immer wieder Gespräche mit der Polizei auf, vermutlich um seine Kundgebung durchzusetzen. Der lächerliche Auftritt der JN wurde jedoch durch den Einsatzleiter vorzeitig abgebrochen und so mussten die Nazis kleinlaut in einem Wanderkessel umgeben von Gegendemonstranten den Rückweg zum Bahnhof antreten. Generell ist das Thema, das die JN Baden-Württemberg für ihre Mahnwache wählte, absurd, wenn man bedenkt, dass gegen Personen aus dem rechten Spektrum relativ viele Verfahren wegen Drogenmissbrauchs und Gewaltdelikten laufen.

Wieder einmal lieferte der Landesgeschäftsführer eine hervorragend peinliche Vorstellung ab. Es ist vor allem dem aktiven Widerstand Geislinger BürgerInnen und den angereisten AntifaschistInnen zu verdanken, dass man den Nazis kein Podium für ihre menschenverachtende Politik geboten hat. In diesem Kontext sollte der Geislinger OB seine Position des Verschweigens und Ignorierens noch einmal überdenken.

Schau nicht weg – Greif ein!!!

Antifa Ulm/Neu-Ulm

Ulmer Polizei vertuscht Nazi-Straftaten

Neonazis besprühten auf der Nacht zum 5. Juli die Langenauer Realschule. Zu den Parolen gehörte unter anderem “Frei, Sozilal, National”, “Fuck Off Red Scum” und White Power Symbole. Die Täter nannten sich NSLA (wohl Nationale Sozialisten Langenau) und bewarben die neonazistische Jugendoffensive-Homepage. Dennoch verschweigt die Ulmer Polizei bewusst den neonazistischen Hintergrund. In ihrem Pressebericht vom 6.7. erwähnt sie lediglich diese Sachbeschädigung mehr aber auch nicht.

Schule Langenau

Europaweites Nazikonzert bei Ulm geplant

Am Abend des 30.06.2007 soll im Rahmen einer „European Revolution Tour“ in der Nähe von Ulm ein Nazikonzert stattfinden. Geplant ist ein Auftritt der Bands Carpe Diem (Deutschland), Brigade M (Holland), Zetazeroalfa (Italien) und Fraction (Frankreich). Der lokale Organisator ist Sascha Deuerling, der Schlagzeuger der Band „Carpe Diem“. Deuerling betreibt in Stuttgart-Bad Cannstatt in der Ruhrstraße 8 den Versandhandel RACords, dessen Name an die „Rock Against Communism“-Kampagne erinnern soll. Aus dieser Kampagne entstand unter anderem die 2000 vom Bundesinnenministerium verbotene nazistische Organisation „Blood and Honour“.

Bei den Konzerten steht jedoch nicht die Musik im Vordergrund, in erster Linie sollen rechtsradikale Inhalte transportiert werden. Die laut Verfassungsschutzbericht Baden-Württemberg 2006 längst aufgelöste Band „Carpe Diem“ träumt auf der Tourhomepage bereits wieder davon, die „Identitätsbewegung in Deutschland neu [zu] starten“, also das 2001 gescheiterte faschistische Projekt „Identität durch Musik“ wiederzubeleben. Offen wird gegen „Einwanderung und Amerikanisierung“ gehetzt. Die Konzerttournee soll „der Ausgangspunkt für eine gesamteuropäische Zusammenarbeit sein und eine neue Welle des nationalen Widerstandes auslösen“.

Baden-Württemberg ist seit Jahren eine Hochburg der faschistischen Musikszene Westdeutschlands. Während die wichtigste Funktion gewöhnlicher Nazikonzerte in der stärkeren Anbindung anpolitisierter Rechter an die Szene besteht, soll mit dieser Tournee im großen Stil die länderübergreifende Vernetzung der Naziszene betrieben werden. Diesem europaweiten Organisationsversuch der militanten
Nazis muss entschlossener Widerstand entgegen gesetzt werden.

Schaut nicht weg: carpe noctem!

Autonome Antifa Freiburg
Antifaschistische Aktion Ulm/Neu-Ulm

Nazis im Donaustadion

Beim Oberliga-Lokalderby im Ulmer Donaustadion zwischen dem SSV Ulm und dem Heidenheimer SB am gestrigen Freitag, den 4. Mai 2007, kam es, wie schon beim Hinspiel in Heidenheim, erneut zu Übergriffen auf alternativ aussehende Jugendliche und rassistische Fangesänge.

Im von Hools und Nazis allseits beliebten Fanblock-D kam es auch zu einem Angriff auf einen Jugendlichen, bei dem
dieser leicht verletzt wurde. Bei dem Angreifer handelt es sich um den bereits aus dem Spektrum der Autonomen Nationalisten (AN) bekannten Daniel Hillman aus Rammingen. Mit ihm befanden sich noch ca. 15 weitere ANs im Stadion. Unter anderem auch der schon wegen diverser Übergriffe bekannte und selbsternannte Nationalsozialist Dominic Wilutzki aus Laupheim.

Nach Ende des Spiels wurden “Fanzusammenschlüsse” laut. Sie skandierten unter anderem Parolen wie “Heidenheimer ihr Zigeuner!”, “Zick-Zack Zigeunerpack” oder “Wir kriegen euch alle!”. Schon im Anschluss an das Hinspiel in Heidenheim wurden Hetzparolen übelster Sorte, wie “Heidenheim - Judenstadt!” gerufen. Die Ulmer Ordnungshüter tauchten mit einem lächerlichen Aufgebot von gerademal etwa 10 Einsatzkräften auf.

Generell bestätigte sich auch an diesem Spieltag, der schon seit Jahren bestehende Eindruck, dass es sich bei einem nicht all zu geringen Teil der “Fans” des SSV um eine widerwärtige Mischszene aus Hooligans, Nazis und rassistischen, Ulmer Lokalpatrioten handelt.

Nazis und randalierende Deutsche sind nicht alleine ein Problem der Vereine im Osten. Weder SSV Ulm noch Polizei scheinen - was das geringe Aufgebot an Polizisten - zeigt das Nazi-Problem im Stadion ernst zu nehmen. Wir dulden keine rassistische und antisemitische Hetze in Ulm und anderswo!

Nazis vom Platz fegen!!!
FIGHT FASCISM!!!

Bericht und Redebeiträge zur gestrigen Kundgebung

Bericht

Von de.indymedia.org

Am gestrigen Samstag, den 31. März 2007, fand ab 17:00 Uhr auf dem Neu-Ulmer Petrusplatz eine Antifakundgebung statt. Die VeranstalterInnen freuten sich über 100 TeilnehmerInnen, was dem Doppelten der erwarteten Anzahl entspricht. In verschiedenen Redebeiträgen wurden die zunehmenden Naziaktivitäten in Neu-Ulm, Ulm und Alb-Donau-Kreis thematisiert und gegen die Kriminalisierung von Antifas in Baden-Württemberg protestiert. Dazu kamen noch Beiträge über Nationalismus und eine Menge Musik.

Neonazis aus den Kreisen des Neu-Ulmer NPD-Kreisverbandes tauchten genau so wenig auf wie sogenannte “Autonome Nationalisten” aus Laupheim, Heidenheim oder Langenau. Die hatten in letzter Zeit mehrfach versucht, linke und bürgerliche Veranstaltungen anzugreifen. An die Antifa-Kundgebung trauten sie sich offensichtlich nicht heran.

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31.03.07: Kundgebung in Neu-Ulm + Update: Infos

Kundegebung

Kundgebung anlässlich der sich häufenden Naziübergriffe und des erneuten Treibens der NPD Neu-Ulm/Günzburg.

Treffpunkt: 31. März, 17:00 Uhr, Petrusplatz, Neu-Ulm

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Am 22. April 2006 löste die bayerische Polizei in Buch (Landkreis Neu-Ulm) ein Nazi-Konzert auf. Zuvor war das Konzert in Illertissen durch die Stadt untersagt worden. In Buch stellte die Polizei 100 Teilnehmer fest, die überwiegend aus der rechten Szene des ganzen Bundesgebiets stammten. Mehrere Strafverfahren wurden eingeleitet. Damals als Band dabei: die rechte Rock-Band “Revenge” aus Neu-Ulm/Pfuhl. mehr…

Vortrag: Neonazistische Strategien in Süddeutschland

Referent: Robert Andreasch

EinsteinHaus Ulm, Freitag 16. 03. 2007, 20.00 Uhr, Eintritt frei

Im Jahr 2008 stehen in Bayern Kommunal- und Landtagswahlen an. Robert Andreasch erläutert die Strategien der NPD und anderer neonazistischen Gruppen für den bayerischen “Kampf um die Parlamente”. Dazu ist es unerlässlich, einen genauen Blick auf Themen, Politik und Strukturen süddeutscher Neonazis zu richten. Wie gelingt es den extremen Rechten, an Jugendliche heranzutreten? Wie sind Neonazis in Bayern und Baden-Württemberg organisiert? “Volksfront von rechts”, “Befreite Zonen”, “Kampf um den organisierten Willen” “Wortergreifungsstrategie”- was steckt hinter solchen Konzepten und Schlagwörtern? Der Schwerpunkt der Veranstaltung wird dabei auf die Region Neu-Ulm und Ulm gelegt. mehr…

Nazigewalt reißt nicht ab

Gestern, am 24. Februar 2007, fand in Augsburg ein von Roland Wuttke angemeldeter "Trauermarsch" der Nazis statt. Im Anschluss daran drohte der selbsternannte "Nazikader" Dominic Wilutzki aus Laupheim antifaschistischen Jugendlichen mit körperlicher Gewalt nach Rückkehr am Ulmer Hauptbahnhof. mehr…

Naziübergriff in Langenau: Demonstration und Kundgebung

Anlässlich des Naziübergriffs in Langenau am vergangenen Wochenende ( [1] [2] [3] [4] ) rufen verschiedene lokale Organisationen (u.a. der Initiativkreis 8. Mai) zu einer Demonstration mit Kundgebung auf. mehr…

Richtige Mailadresse

Achtung: Da es auch mit der letzten Mailadresse Probleme gab, sind wir auf web.de umgestiegen. Die Adresse lautet afa-ulm(at)web.de und wird regelmäßig abgefragt.

Rennicke in Neu-Ulm

Antifaschistische Aktion Ulm/Neu-Ulm
c/o VzF
Postfach 4246
89032 Ulm

Presseerklärung vom Montag, 15. Januar 2007 mehr…

Update-Artikel:NPD Neu-Ulm / Günzburg

Dies ist ein Update-Artikel: Dieser Artikel wird erweitert, sobald neue Informationen zum Thema vorliegen. Es lohnt sich also, regelmäßig auf www.ulm.antifa.net vorbeizuschauen.

Letztes Update:Montag, 15. Januar 2007 mehr…

Wieder massive Nazi-Umtriebe in Senden und Neu-Ulm:
Nazi-Großveranstaltungen am 13. Januar und am 2. Februar 2007 stehen bevor.
AntifaschistInnen kündigen “bewährten und massiven” Widerstand an. mehr…

Dritter Jahrestag des dreifachen Nazimordes in Heidenheim

Am kommenden Dienstag jährt sich der Todestag von Aleks, Victor und Waldemar zum 3. Mal. Den von dem Neonazi Leonhard Schmidt ermordeten Jugendlichen, zu gedenken, darf nicht in Vergessenheit geraten. mehr…

Antifakonzi in Ulm

Flyer

DVU und NPD im Grünen Baum in Neu-Ulm

Am Freitag, den 27. Oktober fand im Lokal Grüner Baum in Neu-Ulm eine Veranstaltung der extrem rechten Deutschen Volksunion (DVU) statt. Der Grüne Baum war bereits früher durch Treffen der NPD, sowie der neonazistischen Kameradschaft Neu-Ulm (KSNU) aufgefallen. mehr…

Update II: Demowetter

Leichter Regen mit einer Wahrscheinlichkeit von 80%. Die Temperaturen liegen voraussichtlich um die 14°C.

Update vom 2. Oktober: Route etc.

Der Treffpunkt der Nazis wird - wie bereits bekannt - um 13:00 Uhr am Stadtbahnhof (entspricht ZOB) in Laupheim sein. Die Bahnsteige verlaufen parallel zur Straße und es steht kein Bahnhofsgebäude zwischen Gleisen und Straße (alles ist also offenes Gelände). Das heißt, dass das Verlassen und Betreten des Bahnsteigs an jeder Stelle möglich ist. mehr…

Update:

Unter http://stoprepression.blogsport.de/ ist eine Mobilisierungsseite verfügbar. mehr…

Cocktailparty

Cocktailparty

Ab jetzt regelmäßig jeden 1. Freitag im Monat im Falkenkeller (Donauturm am Donauufer, Ende Schillerstraße, in der Nähe zum “Roxy”).

Beginn ist jeweils um 20:00 Uhr.

Im Jahr 2006:

5. Mai [1] * 2. Juni * 7. Juli * 4. August * 1. September * 6. Oktober * 3. November * 1. Dezember

[1] Party zum 8. Mai!

Soli-Konzert am 22. April

Am 22. April im Beteigeuze Ulm:

Nonsense (Skatepunk aus Ulm)

Mother Mayhem (Metalcore aus Ulm)

The Hiccups (Punkrock aus Ulm)

Eintritt: 3 Euro
Einlass: 20:00 Uhr

Veranstaltungsempfehlung und neue Mailadresse

Kein Frieden mit Tschechien?

In den Debatten um das “Zentrum für Vertreibung”, das die deutschen Vertribenenverbände in Berlin errichtet sehen wollen, wird der von Deutschland 1939 begonnene Vernichtungskrieg und die fast vollständige Auslöschung der europäischen Juden gerne als “Vorgeschichte” abgehandelt.

Wie sah diese “Vorgeschichte” am Beispiel der Tscheoslowakei aus? Und welche Rolle spielte - und spielt - die Sudetendeutsche Landsmannschaft?

Erich Später hat darüber 2005 ein Buch veröffentlicht

Vortrag am 6. April 2006 ab 20:00 Uhr im Club Orange im EinsteinHaus

http://www.vh-ulm.de

Neue Mailadresse:

Nach der Neueinspielung der Website hat sich leider unsere Mailadresse geändert. Diese lautet jetzt:

afa-ulm [at] ulm.antifa.net

Vortrag und Seminar:
Einführung in die Kapitalismuskritik

Kapitalismus meint die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen wir alle leben. Seine Analyse ist daher für jeden von persönlichem Interesse.

Während Müntefering, attac und andere stets nur die Symptome des Kapitalismus aufgreifen und sie zudem auf falsche Weise kritisieren, soll der Vortrag einen Einblick in eine grundsätzliche Analyse bieten.

Der Referent Michael Heinrich ist Redakteur der Zeitschrift Prokla, sowie Politologe und Mathematiker an der Freien Universität Berlin. Seine Einführungen in das Thema „Kritik der politischen Ökonomie“ (z.B. in seinem gleichnamigen Buch der Reihe theorie.org) zeichnen sich durch leichte Verständlichkeit aus und zählen derzeit zu den beliebtesten.

Der Vortrag und das Seminar richten sich gleichermaßen an EinsteigerInnen und Fortgeschrittene.

Anmeldung zum Seminar und weitere Infos unter: http://akku.blogsport.de

Flyer: klick

Arbeitskreis Kritik Ulm (AKKU) gegründet

Der AKKU hat sich als Arbeitskreis der Antifaschistischen Aktion Ulm/Neu-Ulm vorgenommen, sich mit der kritischen Analyse der Gesellschaft zu befassen und diese Kritik zu vermitteln.

Weitere Infos auf der Website: [AKKU]




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